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Aktiv für Fortschritte in Diagnostik und Therapie

Forschungspreis

der Deutschen Morbus-Bechterew-Stiftung

Zu den erklärten Zielen der Deutschen Morbus-Bechterew-Stiftung gehört es, die wissenschaftliche Erforschung des Morbus Bechterew und verwandter entzündlicher Wirbelsäulenerkrankungen, ihrer Ursache und ihrer Behandlung zu fördern und Betroffene sowie die Öffentlichkeit über die Forschungsergebnisse zu informieren. Zur Umsetzung dieser Ziele schreibt die Deutsche Morbus-Bechterew-Stiftung regelmäßig einen Forschungspreis aus.

Bis zum Jahr 2020 wurde der Forschungspreis von der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew ausgeschrieben.

Nach den Statuten für die Vergabe wird der Forschungspreis "für die beste wissenschaftliche Arbeit in deutscher Sprache auf dem Gebiet der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und verwandten Krankheiten (Spondyloarthritiden)" vergeben, die entweder noch nicht veröffentlicht ist oder seit dem Bewerbungstermin für den vorhergehenden Preis veröffentlicht wurde. Wenn im deutschen Sprachraum entstandene englischsprachige Arbeiten eingereicht werden, ist ihnen eine deutschsprachige Zusammenfassung beizufügen. Die für den Preis eingereichten Arbeiten können klinische, pathologische, experimentelle, soziale, historische und philosophische Aspekte betreffen, nicht jedoch die Entwicklung oder Erprobung industrieller Produkte.

Jahr Preisträger (Akademische Titel und Institution zum Zeitpunkt der Preisverleihung) Titel der prämierten Arbeit
1991 Prof. Dr. med. Heinz-Jürgen Lakomek, Klinikum Minden
"Bechterew-Preis", zuerkannt durch die Morbus Bechterew-Hilfe e.V., Kleve, die 1991 ihr Vermögen auf die DVMB übertrug
Untersuchungen zur Identifikation weiterer Autoantikörper im Serum von Patienten mit einer Spondylitis ankylosans bzw undifferenzierter Spondylarthropathie
(Bechterew-Brief Nr. 45, S. 45-47 und Nr. 48, S. 3-6)
1993 Priv.-Doz. Dr. med. Elisabeth Hermann, Universität Mainz Antibakterielle und autoreaktive Effektormechanismen
CD4-positiver, CD8-positiver und gamma-delta-TCR-positiver Lymphozyten in der Immunpathogenese HLA-B27-assoziierter Spondylarthritiden
(siehe Bechterew-Brief Nr. 55, S. 3-6 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Nr. 56, S. 3-7)
1996 Priv.-Doz. Dr. med. Jürgen Braun, Freie Universität Berlin Klinische und experimentelle Untersuchungen zur Diagnostik und Pathogenese der Spondylarthropathien
(siehe Bechterew-Brief Nr. 65, S. 7-10 und Nr. 67, S. 3-6 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums)
1996 Priv.-Doz. Dr. med. Wolfgang Eich, Universität Heidelberg Subjektives Krankheitserleben und Selbstwertregulation bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew)
(siehe Bechterew-Brief Nr. 67, S. 3-6 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Nr. 70, S. 29)
1998 Dr. med. Thomas Höhler, Universität Mainz Die Spondylitis ankylosans jenseits von HLA-B27 - Eine immungenetische Untersuchung zur Bedeutung anderer MHC-kodierter Gene und des T-Zellrezeptor-Repertoires in der Krankheitspathogenese
(siehe Bechterew-Brief Nr. 75, S. 3-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums  sowie Nr. 76, S. 3-6)
2000 Dr. med. Jens G. Kuipers, Medizinische Hochschule, Hannover Pathogenetisch relevante Funktionen von HLA-B27 bei der Spondylitis ankylosans: Die Spezifität der Transporter-assoziiert-mit-Antigen-Prozessierung (TAP) und die Rolle von HLA-B27 als infektionsmodulierendem Molekül
(siehe Bechterew-Brief Nr. 82, S. 5-13 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums)
2002 Dr. med. Inge Ehlebracht-König, Rehazentrum Bad Eilsen Evaluation eines Schulungsprogramms für Patienten mit Spondylitis ankylosans
(siehe Bechterew-Brief Nr. 90, S. 5-7 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Bechterew-Brief Nr. 92, S. 3-12)
2004 Dr. rer. nat. Maria Diedrichs-Möhring, Universität München Immunmodulatorisches Peptid aus HLA-B27 und sein Einfluss auf Autoimmunerkrankungen
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 98, S. 4-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Morbus-Bechterew-Journal Nr. 98, S. 7-9)
2004 Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Gerhild Wildner, Universität München Immunmodulatorisches Peptid aus HLA-B27 und sein Einfluss auf Autoimmunerkrankungen
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 98, S. 4-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Morbus-Bechterew-Journal Nr. 98, S. 7-9)
2006 Privatdozent Dr. med. Martin Rudwaleit, Campus Benjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin Berlin Rationale Frühdiagnostik der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) und Strategien zur Früherkennung
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 106, S. 4-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Morbus-Bechterew-Journal Nr. 100 S. 7-9 und Morbus-Bechterew-Journal Nr. 106, S. 5-8 zum den Inhalt der prämierten Arbeit)
2006 Prof. Dr. med. Joachim Sieper, Campus Benjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin Berlin Rationale Frühdiagnostik der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) und Strategien zur Früherkennung
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 106, S. 4-5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums sowie Morbus-Bechterew-Journal Nr. 100 S. 7-9 und Morbus-Bechterew-Journal Nr. 106, S. 5-8 zum den Inhalt der prämierten Arbeit)
2008 Privatdozent Dr. med. Heiner Appel, Campus Benjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin Berlin Immunologische und immunpathologische Untersuchungen zur Pathogenese der ankylosierenden Spondylitis (siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 114, S. 4–5 mit Laudatio und Zusammensetzung des Kuratoriums)
2010 Dr. med. In-Ho Song, Campus Benjamin Franklin der Charité Universitätsmedizin Berlin Untersuchungen zu bildgebenden und klinischen Parametern bei der ankylosierenden Spondylitis (Morbus Bechterew) (siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 122, S. 6-8)
2010 Dr. med. Xenofon Baraliakos vom Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne Der Verlauf der ankylosierenden Spondylitis ohne Einfluss von Biologika – Erkenntnisse über die natürliche radiographische Progression und die Rolle der Brustwirbelsäule (siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 122, S. 10-11)
2012 Dr. Denis Poddubnyy, Charité Universitätsmedizin Berlin Kann man die Entwicklung der knöchernen Wirbelsäulenversteifung bei Morbus Bechterew vorhersagen und verhindern?
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 130, S. 6)
2012 Dr. Uta Kiltz,  Rheumazentrum Ruhrgebiet in Herne In der mit dem DVMB-Forschungspreis ausgezeichneten Arbeit befasst sich die Wissenschaftlerin mit der wichtigen Frage, wie weit die nichtröntgenologische axiale Spondyloarthritis (ohne deutliche Veränderungen im Röntgenbild der Kreuzdarmbeingelenke) und die ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew) eigenständige Krankheitsbilder sind und nicht nur verschiedene Stadien derselben Krankheit.
(siehe Morbus-Bechterew-Journal Nr. 131, S. 4 ff.)
2015 Privatdozent Dr. med. Kay-Geert Hermann,
Institut für Radiologie,
Charité Universitätsmedizin Berlin
Grundlagen der Magnetresonanztomographie bei Morbus Bechterew
Was kann man beim Morbus Bechterew aus Magnetresonanzbildern herauslesen? (Morbus-Bechterew-Journal Nr. 142, S. 5 ff.)
2018 Dr. Cornelia Brenneis, Klinik für Geriatrie, Ernst-von-Bergmann-Klinik Bad Belzig Morbus-Bechterew-Patienten in Deutschland: Vergleich zwischen DVMB-Mitgliedern und Nichtmitgliedern (Morbus-Bechterew-Journal Nr. 154, S. 16)
2020 Privatdozentin Dr. med. Hildrun Haibel,
Charité -Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin
Gesundheitsversorgung und Krankheitslast bei Personen mit axialer Spondyloarthritis in Deutschland
(Morbus-Bechterew-Journal Nr. 163 S. 8–9 und S. 44–45
2020 Dr. med. Fabian Proft,
Charité -Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin
OptiRef – eine Studie zur Evaluierung des Nutzens einer digitalen Selbstüberweisung bei Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit einer axialen Spondyloarthriits (Morbus-Bechterew-Journal Nr. 163 S. 10–11 und S. 44–45)
2023 Dr. Judith Rademacher, Thema: „Keep an Eye on the Back: Spondyloarthritis in Patients With Acute Anterior Uveitis“ (Den Rücken im Auge behalten: Spondyloarthritis bei Patient:innen mit akuter anteriorer Uveitis)

Preisverleihung des Bechterew-Forschungspreises in Dresden, von links nach rechts: Lisa-Marie Krause (von der Firma AbbVie, die das Preisgeld stiftete), Joachim Walzer (stellvertretender Vorsitzender der DMB-Stiftung), Peter Koncet (Vorstandsmitglied der DMB-Stiftung), Andreas Brodbeck (Vorsitzender der DMB-Stiftung), PD Dr. med. Patrick-Pascal Strunz und PD Dr. med. Heinrich Böhm (Ehrengast und Überreicher des Preises). © Eckard Bathe, DVMB.

 

Bechterew-Forschungspreis für Würzburger Rheumatologen

Deutsche Morbus-Bechterew-Stiftung zeichnet PD Dr. Patrick-Pascal Strunz für >Axia-App< bei Spondyloarthritis aus.

Privatdozent Dr. Patrick Pascal-Strunz von der Rheumatologie des Uniklinikums Würzburg (UKW) erhielt am 22. November 2025 in Dresden von der Deutschen Morbus-Bechterew-Stiftung den Forschungspreis für die beste wissenschaftliche Arbeit in deutscher Sprache auf dem Gebiet der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und verwandter Krankheiten (Spondyloarthritiden).

Der mit 7.500 Euro dotierte Forschungspreis der Deutschen Morbus-Bechterew-Stiftung (DMB-Stiftung) wird nur alle zwei bis drei Jahre ausgeschrieben, was ihn laut Privatdozent Dr. Patrick-Pascal Strunz noch ein bisschen besonderer macht. Der Rheumatologe des Uniklinikums Würzburg (UKW) ist der diesjährige Preisträger des „Forschungspreises für die beste wissenschaftliche Arbeit in deutscher Sprache auf dem Gebiet der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und verwandten Krankheiten (Spondyloarthritiden)“.

Axia-App motiviert zu mehr Bewegung – neben Medikamenten ein essentieller Baustein in der Therapie

Patrick-Pascal Strunz erhielt den Forschungspreis für die „Entwicklung und klinische Erprobung einer Therapie-App für die axiale Spondyloarthritis“. Die axiale Spondyloarthritis (axSpA), auch Morbus Bechterew genannt, ist eine entzündliche Erkrankung der Wirbelsäule und der Iliosakralgelenke. Sie betrifft häufig junge Erwachsene und führt zu chronischen Rückenschmerzen. Gemeinsam mit dem von Würzburger Medizinstudenten gegründeten Start-up-Unternehmen Applimeda und der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB) sowie Betroffenen entwickelte Dr. Strunz eine digitale Therapiehilfe für Menschen mit axSpA. Die App „Axia“ ergänzt die medikamentöse Behandlung sinnvoll, indem sie Patientinnen und Patienten aktiv in ihre Therapie einbindet und ihnen hilft, regelmäßige Bewegung – einen zentralen Baustein der Behandlung – leichter in den Alltag zu integrieren. Denn obwohl neben entzündungshemmenden Medikamenten konsequente Bewegung und Physiotherapie als essenziell gelten, werden sie im Alltag oft zu wenig umgesetzt.

„Die Auszeichnung mit dem Bechterew-Forschungspreis ist für mich eine große Ehre“, kommentiert Patrick-Pascal Strunz. „Es erfüllt mich mit Stolz, mich in die Reihe der bedeutenden deutschen Bechterew-Forscherinnen und -Forscher einreihen zu dürfen. Besonders freut mich, dass gerade ein Projekt gewürdigt wurde, an dem Betroffene und die Selbsthilfegruppe aktiv mitgearbeitet haben – und das zugleich einen spürbaren, direkten Nutzen für die Betroffenen bringt.“

Weniger Schmerz, mehr Lebensfreude – Axia App hilft bei axialer Spondyloarthritis

Die App bietet über 250 physiotherapeutisch angeleitete Übungen, darunter alltagsnahe Routinen, sowie ein motivierendes Belohnungssystem. Ergänzend dazu vermittelt sie in interaktiven Modulen medizinisches Wissen und stellt Funktionen wie einen Symptom- und Medikamententracker, eine Schrittzähleranbindung und Entspannungsübungen bereit. Erste Anwendungsstudien zeigten bereits eine deutliche Steigerung der Trainingshäufigkeit und viele Nutzerinnen und Nutzer berichteten über weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit. Diese positiven Eindrücke wurden durch eine deutschlandweite, randomisiert-kontrollierte Studie mit 200 Teilnehmenden bestätigt. Die zusätzlich zur Standardtherapie eingesetzte App führte zu signifikant stärkeren Verbesserungen bei Beschwerden, Beweglichkeit und Wohlbefinden als die alleinige medikamentöse Behandlung. Die Krankheitsaktivität (BASDAI) sank in der App-Gruppe deutlich stärker als in der Kontrollgruppe ohne App. Ebenso nahmen Funktionseinschränkungen (BASFI) und Beeinträchtigungen der Lebensqualität (ASQoL) spürbar ab. Den Betroffenen fielen danach viele Alltagsaktivitäten leichter und typische Symptome wie Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit und Erschöpfung gingen merklich zurück. Auch nach den internationalen ASAS-Kriterien (Assessment of SpondyloArthritis International Society) zeigten sich klare Therapieerfolge: 51 Prozent der App-Nutzenden erreichten eine 20-prozentige Besserung (ASAS20) und 23 Prozent eine 40-prozentige Besserung (ASAS40). Dies sind deutlich mehr Personen als in der Kontrollgruppe. Dabei traten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf.

Da die App die Anforderungen der europäischen Medizinprodukteverordnung bereits erfüllt, hoffen das Entwicklerteam, die Klinik und alle weiteren Beteiligten und Betroffenen nun auf eine baldige Aufnahme von Axia als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) in die Regelversorgung.

Auch im Jahr 2027 wird der renomierte Forschungspreis der DMB-Stiftung vergeben.

In Frage kommen wissenschaftliche Veröffentlichungen oder noch nicht veröffentlichte Arbeiten auf dem Gebiet der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) und verwandten Krankheiten (Spondyloarthritiden). Die Arbeit kann medizinische und Forschungsergebnisse anderer Disziplinen zum Thema Spondyloarthritiden beinhalten.

 

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